Geschichte der Lombardei

Lodi
Die Geschichte der Lombardei beginnt bereits vor mehren Tausenden von Jahren. Lange bevor die Römer die italische Halbinsel besetzten, kamen die Etrusker aus der Toskana hinauf in die weiten Ebenen der heutigen Lombardei, ein Volk, dessen Herkunft man nicht genau kennt. Sie ließen einen großen Reichtum an Töpferei zurück genauso wie die ersten Schriftstücke und eine einzigartige Kultur. Sie wurden von den Kelten, die aus dem Westen und Norden kamen, erobert, die später um 200 v. Ch. von den Römern abgelöst wurden, die zu dieser zeit ihre großen Eroberungszüge über die gesamte Halbinsel und später in ganz Europa machten. Die Frühgeschichte der Lombardei besteht aus den Konflikten zwischen diesen Völkern, die ein enormes kulturelles Erbe hinterlassen haben.

Das Gebiet der Lombardei ist ein fruchtbares und strategisch sehr wichtiges Gebiet zu den Füßen der Alpen. Und so ist es auch kein Wunder, dass die Römer ihm eine große Bedeutung zuordneten und das heutige Mailand als die Hauptstadt des westlichen römischen Imperiums fungierte. So war es in Mailand, in dem der Imperator Konstantin das Edikt von Mailand verlas, eines der ersten wichtigen, politischen Proklamationen der Geschichte und eines der allerersten, das besagte, dass religiöse Toleranz ein Recht der Menschen sei.

Als das Römische Reich zu bröckeln begann, war die Lombardei eines der ersten Gebiete für Eindringlinge. Die gleichen strategischen Vorteile kehrten sich jetzt um und es wurde ein sehr wunder Punkt für die Römer. Durch die Lombardei stießen die Eindringe aus dem Norden gen Rom vor. Seit dem war das Gebiet unter ständigem Krieg zwischen den verschiedenen Völkern und Invasoren, bis endlich die Lombarden es schafften, sich selber zu vereinen und ein paar Jahrhunderte relativen Frieden zu schaffen. Die Menschen dieses Landes hatten sich mit den Römern und den späteren Invasoren vermischt und haben ein enormes Reichtum an Kultur hinterlassen, wovon vieles noch heute erhalten ist.

Sondrio
774 n. Ch. fiel die Lombardei nach zwei Jahrhunderten lombardischer Herrschaft an Karl den Großen. Das Land gewann immer mehr an Reichtum und Einfluss und spaltete sich in zahlreiche kleine Gebiete und reiche Stadtstaaten, die alle unter dem Lombardenbund lebten. Erst 1859 sollte das Land jedoch wieder komplett vereint werden, als die gesamte italische Halbinsel unter einer Flagge vereint zum Vereinten Königreich Italien wurde. Die Lombardei wurde zu einer der reichsten Regionen des Landes.