Geschichte von Varese

Die Lombardei ist eine nördliche Region Italiens im Süden der Alpen. Die Hauptstadt ist Mailand und nur knappe 55 km nordwestlich liegt die Stadt Varese. Die Lombardei hat gut ein Sechstel der Gesamtbevölkerung Italiens.

Die Gegend wurde schon vor mehr als 4.000 Jahren besiedelt, wie archäologische Funde beweisen. Die Etrusker, Kelten und Römer haben hier geherrscht. Unter den letzteren bekam die Region dann einen wichtigen Aspekt. Plinius der Ältere genauso wie Vergil sind hier in der Lombardei geboren. Die westliche Hauptstadt des Römischen Reiches wurde zeitweise um 300 n. Ch. sogar nach Mailand verlegt.

Nach dem Zerfall des Römischen Reiches wurde die Gegend von den Langobarden erobert, die sich hier auch ansiedelten und der Region den Namen gaben. Am Anfang wurden die Langobarden mehr zu den Bayern und Franken gezählt, doch sie nahmen mit der Zeit immer mehr die lateinische Kultur an. Die Germanen herrschten bis Friedrich I., der von dem Lombardenbund um 1176 besiegt wurde.

Die Po-Ebene war reich an fruchtbarer Erde und somit einem wirtschaftlich guten Leben. Im 16. Jahrhundert wurden Mailand und Mantua zu Zentren der Renaissance.

Varese ist einer der elf Provinzen der Lombardei und auch gleichzeitig die Provinzhauptstadt. Die Stadt ist bekannt für seine reiche musikalische Geschichte und Kultur sowie klassische Traditionen. Der Spätbarock-Maler Pietro Antonio Magatti kam aus Varese. Seine Arbeiten kann man noch heute im Castel Masnago bewundern.

Die Stadt hat heute gut 85.000 Einwohner und ist eine beliebte Touristenstadt zu Füßen der Alpen. Zu den historischen, wichtigen Gebäuden gehört eine Kirche, im 4ten Jahrhundert vom Heiligen Ambrosius gegründet, sowie der Este-Palast aus dem 18. Jahrhundert. Der Palast war der Wohnsitz und der Hof des Francesco III d’Este, Graf von Modena.

Varese ist derzeit auch der Start- und Endpunkt des Giro di Lombardia, eines der wichtigsten Rennrad-Meisterschaften Europas.