Sacro Monte di Varese

Sacro Monte die Varese
Besonders die Lombardei in Norditalien ist seit jeher ein großer Pilgerort. Mit nur wenigen Durchgängen durch die Alpenregion kamen im Laufe der Jahrhunderte Tausende von Pilgern auf ihrem Weg nach Rom gerade durch diese Region.

Jedoch musste man nicht unbedingt bis nach Rom pilgern, um einen religiösen Ort zu besuchen. Es gibt insgesamt 9 Sacri Monti – Heilige Berge – im Piemont und der Lombardei, einer davon liegt in Varese. Er führt seit Jahrhunderten zur Kapellenanlage Santa Maria, die im 14. Jahrhundert errichtet wurde und genauso wie die anderen zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

Der Sacro Monte di Varese befindet sich im Nationalpark Campo dei Fiori und ist ein nicht ganz drei Kilometer langer Pfad, der sich oberhalb des Sees gen Norden auf einen Bergrücken schlängelt. Es gibt insgesamt 14 einzelne Kapellen bis zur Wallfahrtskirche.

Er wurde auf Initiative des Kapuziner Mönchs Giovanni Battista Aguggiari von den Architekten Giuseppe Bernascone im Jahre 1604 angefangen und erst 94 Jahre später fertig gestellt.

Jede der Kapellen wurde im Borromeo-Stil gehalten und ähnlich dem Rosenkranz in drei Gruppen von jeweils fünf angeordnet. Die Endkapelle, die Krönung der Heiligen Jungfrau Maria, befindet sich in der wundervollen, im Rokokko-Stil erbauten Wallfahrtskirche der Heiligen Maria.

In den einzelnen Kapellen befinden sich Wandmalereien und Statuen, die von den besten Künstler der Epoche angefertigt wurden: Ghiandone, Ghisolfi, Guttuso, Nuvolone und Prestinari unter ihnen.

Die herrliche Natur und die Ruhe sind ein hervorragender Faktor zur Kontemplation auf dem Weg zur Wallfahrtskirche. Hier befindet sich ein altes Nonnenkloster – Santa Maria del Monte – auf dem Gipfel des Monte Velate, das voller Geschichte und traumhaften Ausblicken auf die atemberaubende Umgebung steckt.

Ein Gang auf den Sacro Monte von Varese ist ein 'Muss' für alle Kultur- und Naturfans und natürlich Gläubige.